Umreifen mit Kunststoffbänder:

Das Umreifen oder Bündeln von Paletten und Stückgütern mit Kunststoffbändern gehört heute zum Industriestandard.

Diese Methode der Ladungseinheitensicherung bietet beste wirtschaftliche Effizienz bei einfachster Handhabung.

Wie jede Verpackungsmethode erfordert das Umreifen eine für den Anwendungszweck passende Auswahl des jeweiligen Verpackungsmaterials als auch den Einsatz eines hierfür geeigneten Umreifungsgerätes. Nur das Zusammenspiel aller beteiligten Komponenten gewährt eine effiziente und optimale Sicherung der Güter.

Zu transportierende oder zu lagernde Güter sind insbesondere drei wesentlichen Belastungen ausgesetzt:

  • transportbedingte Einflüsse aufgrund von Erschütterungen und dergleichen
  • klimatische Einflüsse aufgrund von Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, starker Sonneneinstrahlung und dergleichen
  • menschliche Einflüsse z.B. durch nicht sachgerechte Handhabung und Lagerung der Güter

All diese Belastungen beeinflussen den Erhalt der Spannwirkung, das wichtigste Kriterium einer optimalen Sicherung des Packguts. Ein Packgut ist stets optimal umreift, wenn die Umreifungen trotz Belastungen immer eng am Packgut anliegen.

Es gibt zwei Typen von Kunststoffumreifungsbändern:

a) Polypropylen (PP) Band
PP-Umreifungsband hat eine geringere Reißfestigkeit bei großem Dehnvermögen. Es ist die kostengünstigste Möglichkeit leichte bis mittelschwere Güter sicher zu umreifen, die zeitnah versandt werden. Aufgrund seiner Materialeigenschaften ist es nicht witterungsbeständig und ungeeignet für eine längere Lagerung des Packstücks.

b) Polyethylen (PET) Band

PET-Umreifungsband ist eine echte Alternative zum Stahlumreifungsband, da es eine hohe Festigkeit bei geringer Dehnung aufweist und damit für mittelschwere bis schwere Packstücke geeignet ist. Das Band ist witterungsbeständig und kann auch für die längerfristige
Lagerung von Gütern verwendet werden. Seine gute Schockabsorption macht es unempfindlicher für transportbedingte Einflüsse und bei unsanfter Behandlung. Sein Dehnverhalten ermöglicht auch eine weiterhin eng anliegende Umreifung, wenn das Packgut eigenschaftsbedingt etwas schrumpft.