Umreifen mit Stahlbänder:

Auch wenn heute die Umreifung mit Stahlband immer mehr durch Umreifung mit hochwertigem PET-Band und textilem Band ersetzt wird, so gibt es immer noch genügend Bereiche, bei denen diese Form der Umreifung unverzichtbar ist.

Stahlband hat gegenüber Kunststoffband und textilem Band praktisch keine Dehnung und damit ein schlechtes Schockabsorbtionsverhalten bezogen auf transportbedingten Einflüssen und unsanfter Behandlung.

Dafür hat es eine weit höhere Reißfestigkeit, die bei schweren wie auch schwersten Packstücken einfach unverzichtbar ist. Sehr rauhe Oberflächen und scharfe Kanten können Stahlband nichts anhaben und beim Verpacken von noch heißen Gütern ist es unverzichtbar.

Eingesetzt wird Stahlband daher insbesondere in der Stahlindustrie, aber auch in der Holz- und Bauindustrie.

Für die Umreifung mit Stahlband gibt es sowohl Systeme mit als auch ohne Hülsenverschluss, die eine absolut feste Umreifung sicherstellen.

Verpackungsstahlband gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Qualitäten:

a) Oberfläche

Die Oberfläche bestimmt insbesondere den Rostschutz, den ein Verpackungsstahlband hat. So haben die „blank gewachsten“ keinen Rostschutz, während die gängigen „gebläut gewachsten“ schon einen akzeptable Schutz aufweisen. Werden gute bis sehr gute Rostschutzeigenschaften benötigt, so sollten unbedingt die „schwarz lackierten“ beziehungsweise „zinkstaub lackierten“ eingesetzt werden.

b) Zugfestigkeit / Dehnung

Verpackungsstahlband gibt es in drei unterschiedlichen Zugfestigkeitsklassen. Das einfach Blankband hat eine Zugfestigkeit von ca. 650 N/mm² bis 760 N/mm² bei einer Bruchdehnung von max. 4%; Güteband dagegen hat eine Zugfestigkeit von ca. 750 N/mm² bis 960 N/mm² bei einer Bruchdehnung von max. 8%. Des Weiteren gibt es noch für spezielle Anwendungen Hochleistungsband mit einer Zugfestigkeit von ca. 930 N/mm² bis 1030 N/mm² bei einer Bruchdehnung von max. 13%.

c) Aufmachung

Verpackungsstahlband kann aufgemacht sein als Rollen in Scheibenwicklung (d.h. die Rolle ist so breit wie die jeweilige Bandbreite) oder auch in Packenwicklung (d.h. das Band ist oszillierend aufgewickelt).